Die Route, erklärt
Die Route und was Sie auf jedem Abschnitt sehen
San Giorgio Maggiore, Sant'Erasmo, Burano, Torcello und Murano – wie jeder Streckenabschnitt nach Einbruch der Dunkelheit tatsächlich aussieht und warum die Reihenfolge genau diese ist.
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| Abschnitt | Was dort zu sehen ist | Was Sie nach Einbruch der Dunkelheit bemerken |
|---|---|---|
| Bacino di San Marco | Die Kirche von San Giorgio Maggiore | Die weiße Fassade, die sich im Wasser spiegelt |
| Sant'Erasmo & Le Vignole | Die Gartenbau-Inseln der Lagune | Niedrig, dunkel und fast ohne Licht |
| Burano | Bunt bemalte Häuser, Spitzenklöppelei | Farbe, die selbst nachts von Haus zu Haus leuchtet |
| Torcello | Eine der am frühesten besiedelten Inseln | Beinahe Stille – nur ganz wenige Lichter |
| Murano | Die Insel der Glaskunst | Glut der Öfen und Lichter entlang der Kanäle |
Hinaus über das Bacino di San Marco
Die erste Etappe ist jene, die die meisten Besucher halb wiedererkennen: das offene Wasser vor dem Markusplatz, mit San Giorgio Maggiores palladianischer Kirche aus dem 16. Jahrhundert, die einsam auf ihrer eigenen Insel gegenüber der Piazzetta steht. Bei Nacht ist sie weiß gegen das dunkle Wasser erleuchtet – und sie ist der letzte unverkennbare „Postkarten-Venedig“-Blick, bevor die Route sich zur äußeren Lagune wendet.
Sant'Erasmo und Le Vignole: die stillen Inseln
Einmal an San Giorgio Maggiore vorbei, steuert das Schiff in einen Teil der Lagune, den die meisten Touristen nie zu sehen bekommen: Sant'Erasmo, vor Ort als Gemüsegarten Venedigs bekannt, und die kleinere Insel Le Vignole direkt daneben. Beide sind landwirtschaftlich geprägt und nach Einbruch der Dunkelheit weitgehend unbeleuchtet – ein echter Kontrast zum Glanz der Stadt hinter Ihnen und der Moment am Abend, an dem die Lagune sich wirklich weit und offen anfühlt.
Burano in Farbe – sogar bei Nacht sichtbar
Burano ist bei Tag die meistfotografierte Insel der Lagune, berühmt für Häuser in kräftigem Rot, Blau, Grün und Gelb sowie für eine jahrhundertealte Spitzenklöppeltradition. Was weniger zu erwarten ist: Die Farben wirken auch nach Einbruch der Dunkelheit noch nach, wenn das Schiff vorbeifährt und jedes Haus einzeln im Schein von Fensterlicht und Straßenlaternen aufleuchtet.
Torcello – der stillste Punkt der Fahrt
Torcello ist eine der am frühesten besiedelten Inseln der Lagune – mitunter die Wiege Venedigs genannt – Heimat der byzantinischen Basilika Santa Maria Assunta und einer Bevölkerung, die heute nur noch aus einer Handvoll Bewohner besteht. Es ist mit Abstand der dunkelste und ruhigste Abschnitt der Route, ein bewusster Kontrast, bevor das Boot sich Richtung Murano wendet.
Murano und die Rückfahrt nach San Marco
Murano ist seit dem Mittelalter die Glasinsel der Lagune, und ihre ofenerleuchteten Werkstätten und Lichter entlang der Kanäle sind meist das letzte Wahrzeichen, bevor die Galeone zur Heimfahrt wendet. Von dort geht es direkt zurück über das Bacino di San Marco zum Anleger am Marinemuseum – dasselbe Wasser, das Sie auf der Hinfahrt überquert haben, nun in völliger Dunkelheit.
Warum diese Route und nicht der Canal Grande
Viele Venedig-Bootstouren umrunden einfach den Canal Grande – dramatisch, aber überlaufen mit anderem Verkehr und meist nur von den Gebäuden selbst beleuchtet. Diese Route schlägt bewusst die andere Richtung ein: hinaus in die offene nördliche Lagune, wo nach Einbruch der Dunkelheit kaum anderer Bootsverkehr herrscht – es geht um Weite und stille Wasser, nicht um eine weitere Passage an denselben Palazzi vorbei, die jeder Besucher ohnehin schon vom Vaporetto aus sieht.
Die Rückfahrt, in umgekehrter Richtung
Der Rückweg folgt der Hinfahrt, statt eine Abkürzung zu nehmen – so erscheinen Murano, die offene Strecke an Torcello und Sant'Erasmo vorbei und schließlich das Bacino di San Marco erneut, diesmal in völliger Dunkelheit, mit der erleuchteten Kirche von San Giorgio Maggiore als letztem Wahrzeichen vor dem Anleger. Gäste, die auf dem Hinweg ein Detail verpasst haben, bekommen auf der Rückfahrt oft eine zweite, ruhigere Gelegenheit, es zu betrachten – denn der Dinner-Service ist zu diesem Zeitpunkt meist bereits beendet.